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Porträt von Rombout Heyns

Porträt von Rombout Heyns

Jan Verhoeven 

17. Jahrhundert

 

Rombout Heyns (ca. 1560 – 1630) prunkt selbstbewusst mit der Fahne der Mechelner Kolveniersgilde. Die Kolveniers waren Schützen, die einen „Clover” eine frühe Art von Feuerwaffe (Culverin, Vorläufer der Muskete) verwendeten. Heyns trägt seinen besten Anzug. Im Hintergrund erkennt man das Schöffenhaus, das seit 1616 der Gilde als Tagungsstätte diente. Heyns war von 1580 bis 1630 Fahnenträger der Gilde.

Überlieferungen zufolge soll Heyns 1580 Kopf und Kragen riskiert haben, um die Fahne der Kolveniers vor der Englischen Furie zu retten: Die calvinistischen Truppen, sowie englische und schottische Söldner, hatten bei der Eroberung Mechelens mächtig in der Stadt gewütet. Das Gemälde wird Jan Verhoeven (Mechelen, ca. 1600 – ca. 1676) zugeschrieben. Falls diese Zuschreibung stimmt, wurde das Porträt jedoch erst nach Heyns Tod gemalt und sollte möglicherweise an seine Heldentat während der Englischen Furie erinnern.

Auf der Fahne der Mechelner Kolveniers befinden sich zahlreiche burgundische Elemente wie das burgundische Kreuz und der burgundische Feuerstein.

 

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INFORMATION

Titel: Porträt von Rombout Heyns, alias Smets, Fahnenträger der Kolveniersgilde 1580

Objektbezeichnung: Gemälde

Angefertigt von: Jan Verhoeven (ca. 1600 – ca. 1676)

Datierung:17. Jahrhundert

Material: Öl auf Leinwand

Maße: Höhe: 201 cm,
Breite: 123 cm

Inventarnummer: S0065

 

BIBLIOGRAPHIE

Wilfried van Nespen, G. Simon en J. Gerarts, Schatten van de Vlaamse Schuttersgilden, tent.cat. Antwerpen, Museum Vleeshuis, en Brussel, Koninklijke Musea voor Kunst en Geschiedenis, 1966: cat. 93.