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Die Spanische Furie

Die Spanische Furie

Hans Bol 

1590

 

 

Obwohl die Grausamkeiten der Spanischen Furie im Jahr 1572 gewaltig waren, hat Hans Bol sie doch winzig klein dargestellt. Man braucht fast schon eine Lupe, um alle Details auf dem Bild zu entdecken. Miniaturen dieser Art waren Bols Spezialität: preiswerte kleine Gemälde aus billigen Materialien wie Temperafarbe (eine Art Wasserfarbe) und Papier. Er schloss sich damit der Tradition der „Maler mit Wasserfarbe” an. Diese Kunstform war im 16. Jahrhundert in Mechelen sehr beliebt. 

Die Landschaft spielt auf Bols Werken meist eine bedeutende Rolle. Sowohl die Motive, als auch die Art der Darstellung schließen eng an das Oeuvre Pieter Bruegels des Älteren an. Auf diesem kleinen Gemälde ist die Landschaft jedoch eher begrenzt: Es springen vor allem die kämpfenden Figuren im Vordergrund ins Auge. Das Bild wurde als Szene aus der Spanischen Furie identifiziert. Bol hatte die Rückeroberung Mechelens und die Plünderungen der spanischen Truppen am eigenen Leib miterlebt und danach seiner Geburtsstadt definitiv den Rücken gekehrt, um nach Norden auszuweichen. 

 

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INFORMATION

Titel: Die Spanische Furie

Objektbezeichnung: Gemälde

Angefertigt von: Hans Bol (1534 – 1593)

Datierung: 1590

Material: Tempera auf Pergament auf Holz

Maße: Höhe: 30,5 cm (Rahmen)
Breite: 27,5 cm (Rahmen)
Dicke: 3,7 cm (Rahmen)
Höhe: 8,5 cm (Gemälde)
Breite: 11,5 cm (Gemälde)

Inventarnummer: S1097

Herkunft: erworben im Jahr 2004 

 

BIBLIOGRAPHIE

Julien Daenen en Jozef Mertens (red.), Limburg in 't geweer. Oorlogsleed in het Land van Loon, tent.cat. Landcommanderij Alden Biesen, 2008: 81-82.

http://www.tento.be/OKV-artikel/hans-bol-landschap-met-jachttaferelen (14/02/2019 - 16:44h).